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Die Narren der Karnevalgesellschaft „Die Froschköpp“ Offenbach brannten in der Premierenprunksitzung der neuen Kampagne ein wahres Feuerwerk der guten Laune ab. Ein vollbesetzter Saal forderte zahlreiche Raketen und Zugaben ein und machte sich begeistert nach einem mehr als fünfstündigen Programm auf den Heimweg.
Pünktlich um 19.11 Uhr eröffneten die Froschkoppblooser mit tatkräftiger Unterstützung der Kultuskapelle die Sitzung und heizten den Saal mit Faschingshits ein, ehe Maria Kraus als Nachbarin des Prinzenpaares „Intimes“ aus der Prinzenpaarfindung erzählte. Dann war es soweit. Prinzessin Andrea II. und Prinz Peter VI. zogen gemeinsam mit dem Kinderprinzenpaar Alexandra I. und Julius I. und dem närrischen Hofstaat in die Turn- und Festhalle ein. Die Nachwuchshoheiten Alexandra und Julius brachten mit ihrer launigen Vorstellung das Publikum auf ihre Seite, ehe die beiden FCK-Fans mit ihrer Betzehommage den Saal endgültig auf ihre Seite zogen. Das Prinzenpaar nahm in seiner Proklamation das Offenbacher Ortsgeschehen ins Visier, nicht ohne den politisch Verantwortlichen im Ort den einen oder anderen Denkanstoß mit auf die Reise zu geben, ehe Sitzungspräsident Steffen Michel das Zepter übernahm.
Den Reigen der Tänze im ersten Drittel eröffnete die Gardeparade der Kaulquappen und der Teeniefrösche. Die Kleinsten der KGO, die Bambinifrösche, verzückten mit ihrem Schautanz „Kleine Froschprinzessinnen lernen tanzen“ das Publikum. Die Jugendtanzmariechen Lilly Reifel und Leonie Zimmer wurden nach ihren mit akrobatischen und tänzerischen Höhepunkten gespickten Tänzen mit Standing Ovations von der Bühne verabschiedet.
Doch auch in den anderen Bereichen boomt der Nachwuchs der KGO. Daniel Hugg feierte als Lausbub, der die Hürden im täglichen Leben eines Schülers meistern muss, seine Büttenpremiere, während Leonie Zimmer gemeinsam mit Papa Alois in einer Mischung aus Bütt und Gesang den neuesten Tratsch aus Offenbach auf die Bühne brachte.
Ihren jungen Kollegen nichts nachstehen wollten die „großen“ Büttenredner. Seit Jahren fester Bestandteil auf der Offenbacher Bühne sind Eugen Wingerter als „vom Leben gezeichneter“, der seinen Bütt wie jedes Jahr mit einem kleinen Liedchen krönte und Klaus Wittmer, der wieder seinen Finger in die Wunden der Ortspolitik legte und den Lokalkolorit in die Sitzung brachte. Als Duett feierten die Pantoffelhelden Stefan Fuchs und Franz Damm als geschundene Ehemänner ihre gefeierte Premiere, während Prinzennichte Daniela Lutz selbigen (Ehemann) zur Freude des Publikums erstmal noch suchen muss.
Auch im zweiten Drittel waren die Tänze der große Farbtupfer der Sitzung. Der Jugendschautanz präsentierte den Gästen mit „Meistens kommt es anders…“ die gewitze Geschichte einer Raupe, während die Junioren die Halle mit ihren schmissigen Beats zu „Generationenkonflikt – auch Eltern waren mal Kinder“ zum Beben brachte. Gardetanz vom Feinsten zeigte die Garde des Prinzen und erntete dafür tosenden Applaus.
Eine Renaissance erlebte in Offenbach der gespielte Witz. Gleich zwei Auftritte nahmen die Notlüge der Prinzessin, die ihren Verzicht auf einen Auftritt in der Uhutanzgruppe mit einer Blasenschwäche begründete, aufs Korn. Zu Klängen aus Lord of the Dance tanzten 10 junge Männer rund ums WC-Häussl und imitierten dabei gekonnt den Tanzguru Michael Flatley, während der Sketch auf der KGO-Toilette tiefe Abgründe auftat, was sich so alles auf dem öffentlichen Abort der Karnevalisten abspielt. Von der Theatergruppe Offfbaase waren Silvia Morio und Reinhold Ehrhardt wieder zu Gast und berichteten aus der neueröffneten Offenbacher Partnervermittlungsagentur.
Die Froschkoppquaker, der KGO-Chor, hatten sich den Karnevalhits aus den Faschingshochburgen gewidmet. So zog man in Harlekin- und Clownkostümen auf die Bühne und animierte das Publikum zum Mitsingen. Den Abschluss bildete Prinz Peter VI. der gemeinsam mit dem ganzen Saal Sierra Madre anstimmte.
Zwischen den Auftritten sorgte die neuformierte Hauskapelle mit Alois Zimmer, Steffen Schäfer, Alexander Bantz und Patrick Ritter mit Schunkelrunden und Faschingsliedern dafür, dass der Stimmungspegel im Saal nicht abebbte.
Das Schlussdrittel stand im Zeichen der Schautänze. Die Uhus luden ins Reich des russischen Bären ein. In ihren goldenen Kostümen zeigte die junggebliebenen Damen, dass sie am Puls der Zeit sind und brachten zu Dancefloorrhythmen den Jumpstil auf die Tanzfläche. Dem stand der Schautanz nichts nach. Mit „Früher und heute – Ist Geld wirklich alles?“ trafen sie wieder ein brandaktuelles Thema, das sie gekonnt und mit Power auf die Bühne zauberten. Gleiche Bühne kam mächtig ins Wanken als das Männerballett mit Jim Knopf´s Emma übers Parkett donnerte, die Blechbüchsen ihr Rollroll zum Besten gaben und zum Finale das Walross durch den Saal schwebte. Da bebte nicht nur das ehrwürdige Festhallengemäuer sondern der ganze Saal.
Zum krönenden Abschluss verabschiedete Präsident Reiner Gensheimer im Finale mit allen Aktiven die Gäste, nicht ohne Steffen Michel zu seiner Premiere als neuer Sitzungspräsident zu gratulieren.
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